Visualpoetry 2009

Das Bildmotiv von poetry on the road beruht auf dem gleichen Grundkonzept wie in den Jahren zuvor. Das Computerprogramm »VisualPoetry«, das vom Gestalter und Programmierer Boris Müller entwickelt wurde, wertet die Gedichte des Festivals aus und stellt sie in Form einer abstrakten Grafik dar.

Trotz der hohen visuellen Komplexität ist das Grundkonzept des diesjährigen Bildmotivs sehr einfach. Alle Gedichte des Literaturfestivals werden in einzelne Wörter aufgelöst und die Häufigkeit jedes einzelnen Wortes errechnet. Jedes Wort wird auf der Fläche als ein Rechteck dargestellt, wobei die Größe des Rechtecks mit der Häufigkeit des Wortes korrespondiert. Schließlich wird das einzelne Wort als Barcode codiert und dieser flächenfüllend ins Rechteck eingepasst. Theoretisch ist es möglich, mit Hilfe eines entsprechenden Lesegeräts die Barcodes zu entschlüsseln und die Wortfelder auszulesen.

Die Software »VisualPoetry« folgt fest definierten Regeln. Die komplexe Linienstruktur des Bildmotivs besteht aus eng gepackten Barcodes, die den Worten der Gedichte entsprechen. Das Bildmotiv ist also eine direkte Übersetzung des Textes in eine visuelle Sprache.

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