To be continued ...

Liebe Leserin,
lieber Leser,

Poesie bewegt – diesen Nachweis tritt das Festival ­›poetry on the road‹ Jahr für Jahr in Bremen an, denn es feiert die Dichtkunst, und diese hat die Menschen zu allen Zeiten berührt.

Der englische Begriff »poetry« steht in der Über­setzung gemeinhin für das, was im Deutschen als Lyrik bezeichnet wird – und meint doch mehr als nur eine literarische Gattung, sondern zielt auf eine besondere Qualität von Texten, die über die verwendete Sprache hinausgeht und eine ganz bestimmte Wirkung auf das hörende oder lesende Publikum entfaltet. Von ­»magischen Momenten« ist dann oft die Rede.

Seit vielen Jahren schon durchbricht die Lyrik immer wieder die klassischen Regeln von Strophenaufbau, Reimschemata oder Versmaß. Neue Formen wie Poetry Slams oder Podcastlyrik treten hinzu, und doch kommt die poetische Literatur dem ursprünglichen griechischen Wortsinn von »Poesie« – dem freien und kreativen Schöpfertum – ganz nahe. ›poetry on the road‹ bringt die vielen verschiedenen Spielarten zusammen und macht so zeit­genössische Poesie in großer Bandbreite in ungewöhnlichen Performances einem breiten Publikum zugänglich. Das Festival festigt Bremens Status als Stadt der Literatur, zieht die Reihe doch etablierte Autorinnen und Autoren – in diesem Jahr etwa Wolf ­Biermann, Tomas Venclova oder Günter Kunert – genauso an wie hoffnungs­volle Nachwuchstalente.

Ich danke allen, die zum Gelingen dieses Festivals beitragen und begrüße – natürlich ganz besonders die Autorinnen und Autoren bei uns in Bremen – und dem Publikum wünsche ich spannende und poetische Veranstaltungen.

Herzlichst, Ihr

Ihr Bürgermeister Jens Böhrnsen,
Präsident des Senats und Senator für Kultur