Autoren

Aurora Luque (*1962 Almería, Spanien)

...Schriftstellerin, Übersetzerin, Herausgeberin und Essayistin – vor allem aber ist Luque eine in Spanien gefeierte Poetin: Nach einem Studium der klassischen Philologie an der Universität Granada arbeitete sie als Kolumnistin für die Tageszeitung ›Diario Sur‹, gab Anthologien internationaler Poesie heraus, war Direktorin eines Kulturzentrums und ist seit 1988 Dozentin für Altgriechisch. Für ihre scharfsichtigen Gedichte, in denen sie zeitliche und räumliche Horizonte erforscht, die längst vergessen scheinen, erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Preis ›Generación del 27‹ für ›La siesta de Epicuro‹ (2008). 2012 ist sie Stipendiatin der Villa Marguerite Yourcenar.

Bild von Aurora Luque
(© Nacho Alcalá)


Bengt Berg (*1946 Nordvärmland, Schweden)

...hat über 30 Bücher veröffentlicht, meist Poesie, viele in Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern; er war Redakteur der Zeitschrift und des Verlags ›Rallarros‹; seit 1990 betreibt er ›Heidruns Bok- & Bildcafé‹ samt Verlag in Torsby. Bergs Gedichte sind in unterschiedlichen Zeitschriften erschienen und in mehr als 20 Sprachen übersetzt worden; er ist kreuz und quer in Skandi­navien auf Tournee gewesen und hat an vielen internationalen Poesiefestivals teil­genommen. Die Zusammenarbeit mit Musikern und Schauspielern hat sowohl zu Rundfunk- und Fern­sehbeiträgen als auch zu zahllosen szenischen Programmen geführt.

Bild von Bengt Berg
(© Lena Malm)


Cees Nooteboom (*1933 Den Haag, Niederlande)

... ist ein homme de lettres: Der Erzähler, Essayist, Dichter und Weltreisende zählt zu den bedeutendsten Vertretern der niederländischen Nachkriegsliteratur und zu den großen europäischen Schriftstellern. Sein vielbeachtetes, preisgekröntes Werk umfasst mehr als 20 Bücher, übersetzt in mehr als 15 Sprachen. ­Nooteboom sagt von sich selbst, sein Leben bestehe ›aus Reisen, Sehen und daraus, dieses anschließend in Bildern auszudrücken‹. Der Kosmopolit Nooteboom erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt den Prijs der Nederlandse Letteren (2009), den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (2010) und den VPRO Bob den Uyl-Prijs für das beste Reisebuch (2011). Auf Deutsch erschien zuletzt ›Schiffstagebuch‹ (2011).

Bild von Cees Nooteboom
(© Simone Sassen)


Chiwoniso Maraire (*1976 Olympia, USA, lebt in Simbabwe)

... ihr eigenständiger Sound macht sie zu einer der erstaunlichsten Künstlerpersönlichkeiten des südlichen Afrika und zur bekanntesten Sängerin Simbabwes. Aufgewachsen in den USA und Simbabwe hat Chiwoniso ihre Wurzeln in der Tradition der Shona, geprägt durch die Rhythmen des Daumenklaviers Mbira. Sie schöpft ihre Inspiration aber auch aus der urbanen Musikkultur der USA, von Soul bis HipHop. Chiwoniso hat mit bedeutenden Künstlern aus aller Welt zusammengearbeitet, u.a. mit Kris Kristoffersen und Sinéad O'Connor. Ihr aktuelles Album ›Rebel Woman‹ (2008) ist ein lyrisches Statement zur katastrophalen politischen und humanitären Lage Simbabwes. Derzeit arbeitet Chiwoniso mit Keith Farquhuarson an einer dritten Solo-CD.

Bild von Chiwoniso Maraire
(© Walter Murry)


Endre Ruset (*1981 Molde, Norwegen)

... debütierte 2001 als Dichter mit dem Band ›Ribbeinas Vingespenn‹ und begeisterte das norwegische Publikum mit Gedichten, die einerseits in der Tradition großer norwegischer Poeten wie Rolf Jacobsen oder Olav H. Hauge stehen, andererseits ist ihnen der Einfluss US-amerikanischer Dichter wie Robert Creeley, W.C. Williams und Anne Sexton anzumerken. ›Ruset arbeitet mit Verschiebungen, mirror effects und Brüchen, so dass der Leser unverhofft in den Abgrund sieht‹, urteilte Simen Hagerup. 2005 erschien sein zweiter Band ›Kims Lek‹. Ruset arbeitet mit Musikern und Choreographen zusammen und war von 2008 bis 2011 künstlerischer Leiter des Literaturfestivals in Lillehammer.

Bild von Endre Ruset
(© Ingvil Skeie Ljones)


Erik Lindner (*1968 Den Haag, Niederlande)

... debütierte 1996 mit ›Tramontane‹, Gedichte, in denen er sich mit Walter Benjamin auseinandersetzt. Zwischen 1998 und 2003 lebte Lindner in Paris und arbeitete dort am Institut Néerlandais als freiberuflicher Programmierer. In den Folgejahren erschienen die Gedichtbände ›Tong en trede‹ (2000), ›Tafel‹ (2004) und ›Terrein‹ (2007); alle bei De Bezige Bij (Amsterdam). Erik Lindner war Gast auf zahlreichen internationalen Literaturfestivals. Einige Gedichte wurden ins Chinesische, Deutsche, Englische, Französische und Mazedonische übersetzt. Erik Lindner ist 2012 für ein Jahr Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

Bild von Erik Lindner
(© Gerald Zörner / gezett.de)


Erika Pluhar (*1939 Wien, Österreich)

... war seit ihrer Ausbildung am Max-Reinhardt-Seminar bis 1999 Schauspielerin am Burgtheater in Wien. Sie wurde später durch Film und Fernsehen im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt. Ihre Laufbahn als Sängerin begann während ihrer Ehe mit André Heller. Pluhar textet und interpretiert Lieder, hat Filme gedreht und Bücher veröffentlicht, zuletzt erschienen ›Er‹ (2008), ihre gesammelten Lieder ›Mehr denn je‹ (2009), ›Spätes Tagebuch‹ (2010) und ›Im Schatten der Zeit‹ (2012). 2004 brachte Hoffmann und Campe zum 65. Geburtstag der Autorin den Bildband ›Bilderbuch‹ heraus, der auch Lyrik der Autorin enthält. 2009 erhielt Pluhar den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln.

Bild von Erika Pluhar
(© Christina Häusler)


Esther Kinsky (*1956 Engelskirchen, Deutschland)

... studierte Slawistik und Anglistik und arbeitet als literarische Übersetzerin aus dem Polnischen, Russischen und Englischen. Seit 2004 wohnt sie in Berlin und seit 2009 auch in Battonya, Ungarn. 2006 erhielt sie das Grenzgängerstipendium der Robert-Bosch-Stiftung, welches ihr Reisen im Grenzgebiet von Ungarn, Rumänien und Serbien ermöglichte. In der Folge entstanden die Romane ›Sommerfrische‹ (2009) und ›Banatsko‹ (2011). Kinsky erhielt 2009 den Paul-Celan-Preis und 2011 den Karl-Dedecius-Preis für ihre Übersetzungen aus dem Polnischen sowie ihre Vermittlungsarbeit zwischen Deutschland und Polen. 2010 erschien der Lyrikband ›Die ungerührte Schrift des Jahres‹, zuletzt ›Aufbruch nach Patagonien‹ (2012).

Bild von Esther Kinsky
(© zehnseiten.de)


Ferdinand Schmatz (*1953 Korneuburg, Österreich)

... war Lektor für deutsche Sprache und Literatur an der Nihon-Universität Tokio; Lehrbeauftragter für Gegenwartsliteratur an der Hochschule für Kunst in Linz. Zudem war der Lyriker und Essayist 1995 und 1996 Juror des Ingeborg-Bachmann-Preises. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den H.C. Artmann Preis 2006, den Ernst-Jandl-Preis 2009 und den Österreichischen Staatspreis für Literatur 2001. Schmatz´ Texte basieren in erster Linie auf den Theorien und der Ästhetik der österreichischen Nachkriegsmoderne, insbesondere der Wiener Gruppe um Konrad Bayer und Gerhard Rühm. Zuletzt erschien: ›quellen. Gedichte‹ Haymon Verlag, Wien 2010.

Bild von Ferdinand Schmatz
(© Andrea Baczynski)


Giovanni Nadiani (*1954 Cotignola bei Ravenna, Italien)

... lehrt nach einem Studium der Literaturwissenschaft Übersetzungspraxis und -theorie an der Hochschule für Dolmetscher und Übersetzer der Universität Bologna. Seit 1984 literarische Veröffentlichungen: Lyrikbände, Geschichten, CDs mit Poesie bzw. Kabarett und Musik, Theaterstücke. Arbeitet ebenfalls als Herausgeber und Übersetzer. Nadiani erhielt zahlreiche bedeutende Literaturpreise, u.a. den Premio Pascoli. Er war Writer in Residence des flämischen PEN-Clubs, Stipendiat des Landes Niedersachsen. Tourt regelmäßig mit verschiedenen Programmen alleine oder zusammen mit der Blues- und Jazz-Gruppe Faxtet.

Bild von Giovanni Nadiani
(© Ennio D'Altri)


Jaap Blonk (*1953 Woerden, Niederlande)

... ist Stimmkünstler, Komponist, Dichter und Klang-Poet. Blonk begann Ende der 70er Jahre Saxophon zu spielen und Musik zu komponieren, wenig später entdeckte er sein außerordentliches stimmliches Potential und entwickelte sich zum Spezialisten der Lautpoesie: Zunächst beim Rezitieren von Gedichten, später in Improvisationen und eigenen Kompositionen. Legendär ist seine Darstellung der Ursonate von Kurt Schwitters. Blonk beschäftigt sich außerdem intensiv mit elektronischen Verfahren des Samplings und der Visualisierung von Stimme. Er begeisterte auf vielen Festivals weltweit und trat mit zahlreichen Musikern und Lautpoeten auf, etwa mit Anat Pick. Sein eigenes Label Kontrans hat mittlerweile 15 CDs veröffentlicht.

Bild von Jaap Blonk
(© Marjan Verkerk)


Kathrin Schmidt (1958 Gotha, Deutschland)

... wuchs in Thüringen auf und arbeitete zehn Jahre lang als Psychologin, bevor sie sich ganz dem Schreiben zuwandte. Sie debütierte 1982 mit dem Gedichtband ›Poesiealbum 179‹, in den Jahren darauf folgten sechs weitere Lyrikbände, aber auch Romane, Novellen und Kurzprosa. Assonanzen und Alliterationen tragen zu einem großen Formenreichtum und somit zu einer Individualität und Intensität ihrer Sprache bei. 2009 erhielt Kathrin Schmidt für den autobiographisch gefärbten Roman ›Du stirbst nicht‹ den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschienen: ›Blinde Bienen. Gedichte‹ (2010) und ›Finito, Schwamm drüber. Erzählungen‹ (2011).

Bild von Kathrin Schmidt
(© Alberto Novelli/Villa Massimo)


Liao Yiwu (*1958 in der Provinz Sichuan, Westchina)

... schrieb im Juni 1989 das Gedicht ›Massaker‹ über die Geschehnisse auf dem Tian'anmen-Platz in Peking am 4. Juni, das in Windeseile weltweit Verbreitung fand. In Deutschland wurde er mit dem Buch ›Fräulein Hallo und der Bauernkaiser‹ (2009) bekannt, in dem er die Lage der unteren Gesellschaftsschichten Chinas schildert. Yiwu darf seine Werke in China offiziell nicht veröffentlichen, sie kursieren im Untergrund. Nach Deutschland konnte er 2011 nur ausreisen, weil er den chinesischen Behörden versprochen hatte, sein neues Buch ›Für ein Lied und hundert Lieder‹, das von seiner Zeit im Gefängnis handelt, nicht im Ausland zu veröffentlichen. Es erschien aber 2011 im Fischer Verlag. Liao Yiwu lebt seit 2011 als Exilant in Deutschland und ist 2012 Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

Bild von Liao Yiwu
(© ALI GHANDTSCHI)


Louis-Philippe Dalembert (*1962 Port-au-Prince, Haiti, lebt in Paris, F)

...der Journalist, Lyriker und Romancier gehört zu den populärsten Autoren Haitis. Der siebensprachige Autor studierte Literaturwissenschaften und Journalismus in Port-au-Prince und Paris und promovierte an der Sorbonne über den kubanischen Schriftsteller Alejo Carpentier. 1982 debütierte er mit seinem ersten Lyrikband. Zahlreiche weitere folgten, ebenfalls Romane und Novellen. Heute lebt Dalembert, wie er selbst sagt, als Vagabund zwischen Rom, Paris und Port-au-Prince. Er wurde mit renommierten nationalen und internationalen Auszeichnungen geehrt, zuletzt wurde er zum ›Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres‹ ernannt. 2010/2011 war Dalembert Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

Bild von Louis-Philippe Dalembert
(© Daniel Mordzinski)


Matthias Politycki (*1955 Karlsruhe, Deutschland)

... der ›größte lebende Sprachkulinariker unter den deutschen Dichtern‹ (Die Welt) hat seit 1987 neben Essays, Romanen, Erzählungen und der preisgekrönten ›Jenseitsnovelle‹ regelmäßig Gedichtbände publiziert; seinen bislang letzten, ›Die Sekunden danach‹, rühmte der Focus als ›Lyrikband eines Profis, effektsicher, formbewusst, intelligent, abwechslungsreich‹. Nachdem Politycki ein Vierteljahr in London verbracht hat, erschien 2011 das kleine (Anti-) Heldenepos ›London für Helden‹ – eine freche Hommage an die Stadt und den Höhenrausch, in den sie selbst einen ausgebufften Satiriker versetzen kann. Vieles mehr auf: www.matthias-politycki.de

Bild von Matthias Politycki
(© Mathias Bothor)


Michael Augustin (*1953 Lübeck, Deutschland)

... der in Bremen lebende Schriftsteller und Rundfunkredakteur ist Honorary Fellow in Writing der Universität Iowa und des Dickinson College in Pennsylvania, wo er 2003/04 als Gastprofessor lehrte. Er wurde mit dem Friedrich-Hebbel-Preis und dem Kurt-Magnus-Preis ausgezeichnet. Seine Bücher wurden ins Englische, Irische, Spanische, Italienische, Griechische und Polnische übersetzt. Augustin ist Mitglied des irischen P.E.N. und gehörte in diesem Jahr zu den Kuratoren des internationalen Poesiefestivals von Indonesien. Bei ›poetry on the road‹ war er von Anfang an als ›reading host‹ mit von der Partie. Zuletzt erschien sein Band mit literarischen Reisebildern ›Der Bahnhof fährt ab‹ (2011).

Bild von Michael Augustin
(© Walter Weber)


Mindy Zhang (*1965 Wuhan City, China, lebt in Los Angeles, USA)

... studierte und lehrte an der Boston University Chinesische Literatur, bevor sie nach Los Angeles zog, um dort als Dichterin, Übersetzerin und Herausgeberin zu arbeiten. Sie schreibt ihre Gedichte auf Chinesisch, sechs vielbeachtete Lyrikbände sind bereits erschienen. Sie gibt die zweisprachige Literaturzeitschrift ›Poetry East West‹ heraus, die in China erscheint, und hat Gedichte u.a. von Robert Creeley, Billy Collins, Robert Bly und Ales Steger ins Chinesische übersetzt; außerdem übersetzt sie auch chinesische Poesie ins Englische. Mindy Zhang wurde mit zahlreichen Preisen aus­gezeichnet; sie ist auch Musikerin, sie spielt das traditionelle chinesische Instrument ›Guzheng‹.

Bild von Mindy Zhang
(© Privat)


Niillas Holmberg (*1990 Utsjok, Finnland)

... der Sänger, Komponist, Schauspieler und Dichter debütierte 2009 mit seinem ersten Lyrikband und landete auf Anhieb einen Überraschungscoup. Die Kritiker lobten seine unverwechselbare Sprache und die Musikalität seiner Gedichte. Holmberg gehört zu der Minderheitengruppe der Samen und schreibt auf Samisch und Englisch, er ist ein Performer seiner Poesie und kombiniert dabei traditionelle Musik und eigene Lyrik. Seine Bühnenpräsenz begeistert seine Zuhörer auf zahlreichen Festivals. Außerdem ist Holmberg ein in Finnland sehr bekannter Theater- und Fernsehschauspieler, er spielte u.a. die Hauptrolle in der populären TV-Serie ›Lopun Akku‹ (Regie: Heikki Kujanpää).

Bild von Niillas Holmberg
(© Anni Ahlakorpi)


Nikola Madzirov (*1973 Strumica, Mazedonien)

... gelang 1999 mit seinem ersten Lyrikband ein fulminanter literarischer Auftritt, der ihm den Preis für das beste Debüt einbrachte. Im selben Jahr wurde auch sein zweites Buch veröffentlicht, wiederum eine Lyriksammlung, die mit dem Aco-Karamanov-Preis ausgezeichnet wurde. 2007 erschien sein bislang letzter Gedichtband, ›Premesten kamen‹ (Versetzter Stein), für den er den renommierten Gebrüder-Miladinov-Preis und den Hubert-Burda-Literaturpreis erhielt. Madzirovs Werke sind in 30 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Auf Deutsch erschien ›Versetzter Stein. Gedichte‹ aus dem Mazedonischen von Alexander Sitzmann, München 2011.

Bild von Nikola Madzirov
(© Gerald Zörner / gezett.de)


Pat Boran (*1963 Portlaoise, Irland)

... ist einer der bekanntesten jüngeren irischen Autoren. Neben seiner Arbeit als Lyriker ist er Direktor der -Dedalus Press, einem Verlag, der auf irische Lyrik spezialisiert ist. Pat Boran gehört zu den signifikantesten Stimmen der zeitgenössischen irischen Lyrik, sein Werk wurde in den letzten Jahren mit zahlreichen wichtigen Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem 2008 mit dem Lawrence O'Shaughnessy Award for Poetry. Pat Boran ist außerdem ein bekannter Radio-Broadcaster, er präsentiert das renommierte ›Poetry Programme‹ auf RTÉ Radio 1. Zuletzt erschien von ihm ›The Next Life‹ (2012).

Bild von Pat Boran
(© Dedalus Press)


Raphael Urweider (*1974 Bern, Schweiz)

... mit seinem vielfach ausgezeichneten Debüt ›Lichter in Menlo Park‹ (2000) stürmte Urweider ›leichtfüßig die Bühne der Poesie‹ (SZ) und durcheilte in rasantem Erfolgstempo den Weg zum lyrischen Jungstar. Es folgten die Bände ›Das Gegenteil von Fleisch‹ (2003) und ›Alle deine Namen‹ (2008). Urweider arbeitet auch als Übersetzer und tritt als Musiker und Rapper auf. Mit Samuel Schwarz verfasste er zwei Theaterstücke, die am Maxim-Gorki-Theater und am Hamburger Schauspielhaus zur Uraufführung gelangten. Von 2007 bis 2009 war er künstlerischer Leiter des Berner Schlachthaus-Theaters. Urweider erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Schillerpreis 2008.

Bild von Raphael Urweider
(© Ayse Yavas)


Ronny Someck (*1951 Bagdad, Irak, lebt in Ramat Gan, Israel)

... ist ein mit vielen Preisen ausgezeichneter israelischer Schriftsteller, Künstler und Ausstellungsmacher irakisch-jüdischer Herkunft. Er kam schon als Kind nach Israel, studierte Hebräische Literatur und Philosophie an der Universität Tel Aviv sowie Kunst an der Avni Academy of Art. Er unterrichtet Literatur und Creative Writing, arbeitet aber auch mit Street Gangs zusammen und lotet immer wieder die Grenzbereiche zwischen Lyrik einerseits und Musik und Kunst andererseits aus. Zahlreiche Musiker haben Gedichte von Someck vertont. Mittlerweile sind über zehn Bände seiner Lyrik erschienen, Teile seiner Werke sind in über 30 Sprachen übersetzt worden.

Bild von Ronny Someck
(© Privat)


Thomas Lux (*1946 Northhampton, Massachusetts, USA)

... wuchs in einfachen Verhältnissen auf dem Land auf, sein Vater war Milchmann. Lux unterrichtet Creative Writing am angesehenen Sarah Lawrence College im Staat New York und als Professor of Poetry am berühmten Georgia Institute of Technology in Atlanta, Georgia. Lux hat zahlreiche wichtige Preise gewonnen, seine Gedichte sind in bedeutenden Zeitschriften erschienen. Sein Werk umfasst über zwanzig Bände, der letzte ist 2012 erschienen. Die Gedichte handeln oft von den Kleinlichkeiten und Grausamkeiten, aber auch den Apotheosen ländlichen Lebens. Auf Deutsch erschien ›Zehntausend herrliche Jahre. Gedichte‹ (2011).

Bild von Thomas Lux
(© Georgia Tech)


Ulla Hahn (*1946 Brachthausen, Deutschland)

... seit der Veröffentlichung ihres ersten Gedichtbandes ›Herz über Kopf‹ (1981) gehört Ulla Hahn zu den meistbeachteten und erfolgreichsten Autorinnen Deutschlands. Ihr lyrisches Werk wurde – schon frühzeitig – mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Ida-Dehmel-Literaturpreis 2010. Ulla Hahn schreibt auch Prosa und Essays. Ein sensationeller Erfolg wurde ihr zweiter Roman ›Das verborgene Wort‹, in dem sie die Nachkriegszeit im katholisch geprägten Rheinland aus der Sicht eines Mädchens erzählt, das aus der geistigen Enge seines Elternhauses in die Welt der Bücher und Wörter flieht. Zuletzt erschien der Lyrikband ›Wiederworte‹ (2011).

Bild von Ulla Hahn
(© Julia Braun)