Grußwort

Liebe Leserin, lieber Leser,

obwohl das Lyrikfestival ›poetry on the road‹ von Beginn an ein Erfolg war, ruhten die Veranstalter, die Hochschule Bremen und Radio Bremen, nicht. 
Sie suchten nach neuen Veranstaltungsorten, vernetzten sich mit anderen Kultureinrichtungen und luden immer wieder prominente und neu zu 
entdeckende Lyriker und Lyrikerinnen ein, um das Programm Jahr für Jahr noch attraktiver zu gestalten. Das gilt auch für die 17. Ausgabe des Festivals, die wieder einige Neuerungen enthält.

So wird ›poetry‹ einen Abend mit niederländischen und flämischen Dichterinnen und Dichtern präsentieren, unterstützt vom diesjährigen Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse. Dies zeigt, welcher Stellenwert ›poetry‹ 
im Rahmen der weltweit bedeutendsten Buchmesse beigemessen wird. 
Neu im Programm ist eine Lesung auf dem Schiff Hanseat, das vier Stunden 
auf der Weser fahren wird, während diverse Poetinnen und Poeten aus 
ihren Werken lesen werden. Als Ehrengast konnte Alfred Brendel gewonnen werden, der seine Gedichte vorstellen wird. Der legendäre Pianist nimmt am Eröffnungsabend im Theater am Goetheplatz teil und gibt eine Einzellesung im Dom. Außerdem werden Georg Ringsgwandl auftreten, der polnische Dichter Adam Zagajewski, die Bremerin Nora Bossong, Raoul Schrott, Linda Boström Knausgård, Pierre Alféri, John Sheahan und viele andere mehr.

Es ist das große Verdienst von ›poetry on the road‹, zeitgenössische Lyrik 
in all ihrer Vielfalt abzubilden. Die lebendigen Präsentationsformen, die die Grenzen zu Performance und Musik überschreiten, machen den Reiz der 
Veranstaltung aus. So ist es gelungen, auch junge Menschen für Lyrik zu 
begeistern. Ich danke den Veranstalterinnen und Veranstaltern sehr für ihr nicht nachlassendes Engagement und wünsche uns allen anregende 
Lesungen bei ›poetry on the road‹.

Ihr Bürgermeister Dr. Carsten Sieling,
Präsident des Senats, Kultursenator