Jacques Demierre and Vincent Barras

… arbeiten seit vielen Jahren als Sound Performer zusammen; dabei loten sie die Grenzen der etablierten Kategorien wie Literatur, Bühnenkunst und Musik aus und experimentieren mit Ton und Poesie. Sie nennen ihre Kunst »poésie sonore«. Bei ›poetry on the road‹ führen sie die Stimme als Instrument ein und erschaffen damit eine präzise und differenzierte, durch Kehlkopf, Stimmbänder und Mund geformte, polyrhythmische Partitur, die nach lautlichen Kriterien arrangiert wird. Demierre und Barras kombinieren dabei alte und neue Sprachen auf Grundlage der Recherchen von Ferdinand de Saussure. Dazu produzierten sie die CD ›Voicing through Saussure‹ (2014). Die letzten gemeinsamen Kompositionen waren ›gad gad vazo gadadi‹ (2002), ›bh n (a)‹ (2006) und ›manarauieoo‹ (2009).

Jacques Demierre, geboren 1954 in Genf, Schweiz

… ist ein international bekannter Pianist und Komponist. Die Spannbreite seiner Arbeit reicht von improvisierter und zeitgenössischer Musik sowie Sound Poetry bis zur Sound Installation. Jacques Demierre arbeitet mit vielen improvisierenden Musikern und Musikerinnen zusammen wie ­beispielsweise Barre Philips, Urs Leimgruber, Thomas Lehn und Vincent Barras zusammen. 2007 erhielt er den ›Ville de Génève Music Award‹.

Vincent Barras, geboren 1956 in Genf, Schweiz

… ist Performer, Historiker, Übersetzer und Professor am Universitäts­hospital von Lausanne. Als Co-Herausgeber der Zeitschrift ›Éditions Contrechamps‹ in Genf organisiert er Abende der ›poésie sonore‹. Barras ist zudem einer der Organisatoren des ›La Bâtie Festival‹ sowie Teil der Vereinigung ›Roaratorio‹. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher, Essays und Artikel über Körpertheorie, Medizin und Psychiatrie sowie zeitgenössische Poesie und Musik.